Halbtagesausflug zur Gedenkstätte Point Alpha

16.07.2026
12:00
Wo sich jahrzehntelang die Truppen von NATO und Warschauer Pakt unversöhnlich gegenüberstanden, erinnert heute die Gedenkstätte Point Alpha an die Schrecken der deutschen Teilung. Ein authentischer Erinnerungsort und ein zeitloses Symbol für den Wert von Freiheit und Demokratie.

Ein Mahnmal am „heißesten Punkt des Kalten Krieges“

Die Gedenkstätte Point Alpha an der hessisch-thüringischen Grenze (zwischen Rasdorf und Geisa) gehört zu den bedeutendsten zeitgeschichtlichen Lernorten in Deutschland.​ Wo heute Besucher friedlich die Rhön-Landschaft genießen, standen sich über vier Jahrzehnte lang die hochgerüsteten Truppen der NATO und des Warschauer Paktes unversöhnlich gegenüber.​ Der einstige US-Beobachtungsstützpunkt galt als einer der kritischsten strategischen Punkte des gesamten Kalten Krieges.

Das „Fulda Gap“: Brennpunkt der Weltpolitik

Die geografische Lage von Point Alpha war im Verteidigungskonzept der NATO von existenzieller Bedeutung.​ Das Gebiet bildete einen Teil des sogenannten „Fulda Gap“ (Fuldaer Lücke).​ Militärstrategen gingen davon aus, dass im Falle eines Dritten Weltkrieges ein Großangriff der sowjetischen Panzerstreitkräfte durch dieses topografisch flache Gelände in Richtung des wirtschaftlich wichtigen Rhein-Main-Gebiets erfolgen würde.​ Point Alpha war somit der wichtigste Vorposten, um Truppenbewegungen des Ostblocks frühzeitig zu erkennen.

Wichtige historische Daten und Fakten

  1. Die Anfänge: Bereits in den 1960er Jahren bauten die US-Streitkräfte nahe Rasdorf einen Beobachtungsstützpunkt auf. Was als einfaches Zeltlager begann, entwickelte sich über die Jahrzehnte zu einem festen Stützpunkt.

  2. Die Besatzung: Im Regelfall waren rund 40 Soldaten des 11. Armored Cavalry Regiment („Blackhorse“) permanent auf dem Posten stationiert. In Krisenzeiten konnte die Belegung auf bis zu 200 Soldaten anwachsen.

  3. Das Ende der Konfrontation: Mit der friedlichen Revolution in der DDR, dem Fall der Mauer 1989 und der deutschen Wiedervereinigung verlor der Posten seine militärische Funktion. Im Jahr 1990 zogen die US-Streitkräfte schließlich ab.

  4. Rettung und Denkmalschutz: Nach dem Abzug der Truppen drohte der Abriss des Camps. Dank des Engagements von Bürgerinitiativen und Denkmalschützern wurde das Gelände gerettet und 1995 als Mahnmal unter Schutz gestellt.

Die Museale Gedenkstätte heute

Heute erstreckt sich die Gedenkstätte über ein weitläufiges Areal, das die Geschichte der deutschen Teilung auf einzigartige Weise erlebbar macht:
  1. Das US-Camp: Die originalen Unterkunftsbaracken, Fahrzeughallen und der US-Beobachtungsturm vermitteln einen authentischen Eindruck vom Alltag der amerikanischen Soldaten.

  2. Die Grenzanlagen: Im Außenbereich sind die originalen sowie rekonstruierten DDR-Sperranlagen aus verschiedenen Epochen (1960er bis 1980er Jahre) zu sehen. Der massive Metallgitterzaun und die Kontrollstreifen verdeutlichen die Unmenschlichkeit des damaligen Grenzregimes.

  3. Haus auf der Grenze: Auf der thüringischen Seite wurde dieses Ausstellungsgebäude errichtet. Es beherbergt eine umfassende Dauerausstellung zur Geschichte der innerdeutschen Grenze, dem Leben im DDR-Sperrgebiet sowie der Entstehung des „Grünen Bandes“ – dem ehemaligen Todesstreifen, der sich heute als wertvolles Naturschutzgebiet durch Deutschland zieht.

  4. Weg der Hoffnung: Auf dem ehemaligen Kolonnenweg verbindet ein Kunstweg mit monumentalen Skulpturen die historischen Orte. Er erinnert an den friedlichen Widerstand gegen die kommunistischen Diktaturen in Europa.

Point Alpha ist heute kein Ort der Konfrontation mehr, sondern ein zeitloses Symbol für den Wert von Freiheit, Demokratie und die geglückte Überwindung der europäischen Teilung.
Abendessen
Nach dem Besuch des Museums lassen wir den Abend im Gasthof Zur Krone in Tann gemütlich ausklingen.
Organisatorisches
  • Kosten: Die Busfahrt und der Eintritt belaufen sich auf 43,00 Euro pro Person.

  • Verpflegung: Abendessen und Getränke sind von jedem Teilnehmer selbst zu tragen.

  • Fahrt: Die Anreise erfolgt mit einem Bus der Firma Herbert, Offenthal

  • Anmeldung: Bitte senden Sie die Anmeldung baldmöglichst an unsere Vorsitzende, Marianne Bruder, Mühlstraße 21, 63110 Rodgau (Jügesheim) oder geben Sie diese dort ab.

Abholzeiten
Uhrzeit
Ortsteil
Treffpunkt
ab 12:00 Uhr
Rollwald
Bushaltestelle "S-Bahn-Bahnhof"
ab 12:05 Uhr
Nieder-Roden
Bushaltestelle "Senioren-Residenz"
ab 12:10 Uhr
Nieder-Roden
Bushaltestelle "S-Bahnhof"
ab 12:15 Uhr
Dudenhofen
Bushaltestelle "Bachstraße"
ab 12:18 Uhr
Dudenhofen
Bushaltestelle "Altes Rathaus"
ab 12:21 Uhr
Jügesheim
Bushaltestelle "Haingraben"
ab 12:25 Uhr
Jügesheim
Bushaltestelle "Rodgau-Passage"
ab 12:30 Uhr
Jügesheim
Bushaltestelle "Untere Sände"
ab 12:35 Uhr
Hainhausen
Bushaltestelle "S-Bahnhof"
ab 12:40 Uhr
Hainhausen
Bushaltestelle "An der Schule"
ab 12:42 Uhr
Weiskirchen
Bushaltestelle "An der Kirche"
ab 12:45 Uhr
Weiskirchen
Bushaltestelle "Anhalter-Straße"

Wichtiger Hinweis:
Die Kosten für Halbtags- und Ganztagsveranstaltungen sind äußerst knapp kalkuliert. Bei eventuellen Absagen, ab 10 Tage vor dem Veranstaltungstermin, müssen 50% der Kosten, und ab 3 Tage vor der Veranstaltung 100% der Kosten gezahlt werden. Das trifft nicht zu, wenn Sie Ersatz-Teilnehmer nennen.

Auf das gemeinsame Beisammensein mit Ihnen freuen wir uns.

Marianne Bruder
Senioren-Union (Vorsitzende)