Halbtagesausflug zum Schloss Heidelberg

11.06.2026
11:30
Hoch über den Dächern von Heidelberg thront eine Schlossruine, die wie kaum ein anderes Bauwerk die deutsche Geschichte und Kultur geprägt hat.
Kaum ein anderes Bauwerk in Deutschland verkörpert die Epoche der Romantik so perfekt wie diese weltberühmte Ruine aus rotem Neckartäler Sandstein. Doch hinter den dicken Mauern verbirgt sich eine Geschichte voller Glanz, politischer Machtkämpfe und dramatischer Zerstörung.

Historischer Hintergrund: Vom Prachtbau zur Ruine

Die Geschichte des Schlosses erstreckt sich über Jahrhunderte und ist ein ständiges Auf und Ab zwischen absolutem Prunk und bitterer Zerstörung.

  • Der Sitz der Kurfürsten: Ab dem 13. Jahrhundert bauten die Pfälzer Kurfürsten (die mächtigen Fürsten, die den deutschen König wählen durften) die Anlage schrittweise von einer mittelalterlichen Burg zu einer repräsentativen Renaissance-Residenz aus.

  • Die Katastrophe (1689 & 1693): Im Pfälzischen Erbfolgekrieg brannten die Truppen des französischen Königs Ludwig XIV. das Schloss nieder und sprengten die Wehrtürme.

  • Der finale Schlag der Natur: Als die Kurfürsten das Schloss im 18. Jahrhundert mühsam wieder bewohnbar machen wollten, schlug 1764 der Blitz ein. Zwei heftige Brände zerstörten die Anlage endgültig. Das Schloss wurde aufgegeben.

  • Die Rettung durch die Romantiker: Im 19. Jahrhundert entdeckten Dichter und Maler wie William Turner oder Johann Wolfgang von Goethe die Ruine. Sie verliebten sich in den morbiden Charme, machten das Schloss weltberühmt und retteten es so vor dem endgültigen Abriss.

Highlights

Das Große Fass (Das größte Weinfass der Welt)

Im Fasskeller befindet sich ein echtes Monument des kurfürstlichen Durstes: Das Große Fass. Es wurde 1751 erbaut, fasst stolze 219.000 Liter Wein und wird von einer Tanzplattform auf der Oberseite gekrönt. Bewacht wird es traditionell von der Statue des zwergenwüchsigen Hofnarren Perkeo, der Gerüchten zufolge literweise Wein vertrug, aber sofort starb, als man ihm fälschlicherweise ein Glas Wasser reichte.

Der Ottheinrichsbau

Er gilt als eines der frühesten und bedeutendsten Bauwerke der Renaissance auf deutschem Boden. Die Fassade ist mit aufwendigen Skulpturen geschmückt, die christliche Tugenden, römische Kaiser und heroische Gestalten darstellen. Selbst als Ruine zeigt dieser Palast noch immer den unermesslichen Reichtum der damaligen Herrscher.

Der Hortus Palatinus (Der Schlossgarten)

König Friedrich V. ließ diesen Terrassengarten Anfang des 17. Jahrhunderts für seine englische Gemahlin Elisabeth Stuart anlegen. Zeitgenossen feierten ihn als das „achte Weltwunder“. Obwohl er nie ganz fertiggestellt wurde, bietet er heute fantastische Spazierwege und den wohl besten Panoramablick über den Neckar und die Altstadt.
Zum Abendessen kehren wir in Gaststätte zur Bergstraße in Hirschberg ein, um den Abend kulinarisch ausklingen zu lassen.
Organisatorisches
  • Kosten: Die Busfahrt beläuft sich auf 45,00 Euro pro Person.

  • Verpflegung: Abendessen und Getränke sind von jedem Teilnehmer selbst zu tragen.

  • Anmeldung: Bitte senden Sie die Anmeldung baldmöglichst an unsere Vorsitzende, Marianne Bruder, Mühlstraße 21, 63110 Rodgau (Jügesheim) oder geben Sie diese dort ab.

Abholzeiten
Uhrzeit
Ortsteil
Treffpunkt
ab 11:30 Uhr
Rollwald
Bushaltestelle "S-Bahn-Bahnhof"
ab 11:35 Uhr
Nieder-Roden
Bushaltestelle "Senioren-Residenz"
ab 11:40 Uhr
Nieder-Roden
Bushaltestelle "S-Bahnhof"
ab 11:43 Uhr
Dudenhofen
Bushaltestelle "Bachstraße"
ab 11:46 Uhr
Dudenhofen
Bushaltestelle "Altes Rathaus"
ab 11:50 Uhr
Jügesheim
Bushaltestelle "Haingraben"
ab 11:53 Uhr
Jügesheim
Bushaltestelle "Rodgau-Passage"
ab 11:56 Uhr
Jügesheim
Bushaltestelle "Untere Sände"
ab 12:00 Uhr
Hainhausen
Bushaltestelle "S-Bahnhof"
ab 12:05 Uhr
Hainhausen
Bushaltestelle "An der Schule"
ab 12:07 Uhr
Weiskirchen
Bushaltestelle "An der Kirche"
ab 12:15 Uhr
Weiskirchen
Bushaltestelle "Anhalter-Straße"

Wichtiger Hinweis:
Die Kosten für Halbtags- und Ganztagsveranstaltungen sind äußerst knapp kalkuliert. Bei eventuellen Absagen, ab 10 Tage vor dem Veranstaltungstermin, müssen 50% der Kosten, und ab 3 Tage vor der Veranstaltung 100% der Kosten gezahlt werden. Das trifft nicht zu, wenn Sie Ersatz-Teilnehmer nennen.

Auf das gemeinsame Beisammensein mit Ihnen freuen wir uns.

Marianne Bruder
Senioren-Union (Vorsitzende)